30.04.2012 12:46:40
Tino Theer
Zu Gast bei Freunden
Die Berichte zum letzten Spieltag! Zunächst Uwe's!
Zum Saisonabschluß ging es nach Benshausen, die lange die Tabelle angeführt hatten, jetzt aber einen Punkt hinter Trusetal lagen und im Erfolgsfall auf Meininger Schützenhilfe angewiesen gewesen wären.
Zu Spieljahresbeginn war unser Ziel, gegen Schmalkalden, Frankenheim und Meiningen zu gewinnen, hoffen, daß die drei nur untereinander Punkte holen, außerdem hoffen, daß es keine drei Absteiger aus der Landesklasse gibt und vielleicht noch irgendwo (Eisenach II oder Suhl II) einen oder mehrere Punkte abzugreifen.
Nach einer deftigen Auftaktniederlage gegen Steinbach standen die drei Schlüsselspiele an, alle drei wurden, wenn auch z.T. knapp, gewonnen. Somit hatten wir bis Weihnachten unseren Part erledigt. In Sicherheit konnten wir uns noch nicht wiegen, da zum einen Schmalkalden II gegen Suhl II gewonnen hatte und in der Landesklasse drei Absteiger in den Süden im Bereich des möglichen lagen.
Im Januar waren wir dann die ersten, die dem Spitzenreiter Trusetal, die heute den Aufstieg perfekt machten (Glückwunsch !!!!), einen Punkt abnahmen.
Noch ein Punkt im Februar in Suhl und die Messen wären im positiven Sinn gesungen gewesen. Dumm nur, daß unserem Top-Scorer Mario Volkert (insgesamt 4.5 aus 6), an diesem Morgen die Heizung einfror. Soviel Punkte wie Mario, erreichte (unsere Aushilfen in der ersten Mannschaft eingerechnet) kein Spieler der zweiten Mannschaft in 7, 8 oder gar 9 Spielen. Also ein Super-Mario, auch wenn er kein Klempner ist !
Somit gab es beim "7 gegen 7" in Suhl ein 4 : 3 gegen uns, wobei Maik, dort einen big-point vergab. Gegen Vacha, die bis dato viel Pech hatten, gab es dann mal wieder eine Klatsche, aber in der 8. Runde wurde gegen Eisenach alles klar gemacht.
Mit 9 : 7 Mannschaftspunkten, tangierte mich das Spiel nicht mehr sonderlich. Nervig war, daß auf Grund des Termins (morgiger Brückentag) insgesamt 9 Leute wegen Urlaub (6 x), Krankheit (2 x ) und Wezug ausfielen, was mir ein ständiges Umdisponieren bescherte.
Auf Grund dessen, lies ich Tino den Vortritt, im Schicksalspiel der Ersten in Breitenworbis auszuhelfen. (ging zum Glück gut aus)
Rico hätte lieber mich dabei gehabt, aber mir hätte einfach der Nerv gefehlt, meine Kaltschnäuzigkeit und gelegentliche Phantasie auszuspielen, zumal mein letztes Husarenstück in der Landesklasse 18 Spieltage zurück lag. Damals war es Saisonbeginn und Semesterferien, da reiße ich schon mal eine mehr als verlorene Stellung rum, nicht aber zum Beginn des Frühjahrssemesters, ich bin da wie "Hausi im Dezember". Tino in der ersten, Dirk in den Alpen, Mario im Elsaß, Kurt in Hamburg und unser Edeljoker Stephan in Griechenland.
Ich bin aber nicht neidisch, ich war im Februar und bei unserem Sieg in Frankenheim je 3 Tag in Fladungen (http://www.hotel-sonnentau.de/) , das war super erholsam.
Also mit Brian, der in Ilmenau mit Dr. Klaus Ziegler trainiert und Tristan Wolf, Kevin Schmidt und Elias Döhrer die Mannschaft massiv verjüngt.
Das in der Bezirksliga mal eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter unter 25 Jahren angetreten ist, obwohl ein Uhu (unter 100) und ein Ufo (unter fooufzich) dabei waren, dürfte es auch selten gegeben haben.
Das was passierte, schildere ich mal nicht chronologisch sondern in umgekehrter Brettreihenfolge. 66 Jahre und knapp 480 DWZ-Punkte brachte Edgar Fischer mehr auf die Waage als Elias. E. wollte sein Erfolgsrezept von der TaSi, während der Partie viel frische Luft, wiederholen. Dann dürfen es aber keine 36 Züge in 12 Minuten sein, und es wäre sicher mehr als die klare, aber unnötige Niederlage drin gewesen.
Bei Kevin gegen Dr. Wenzel waren es nur 53 Jahre. Aber auch mit 14 Jahren sollte man wissen, daß Springer nicht an den Rand gehören, ein kleiner taktischer Trick kostete dann einen Bauern und irgendwann folgt in kritischer Stellung ein zweiter, dann tödlicher Fehler.
Tristan hatte gegen Martin Eschweiler seine hervorragende Form von der ThEM konserviert und mit Martin's Hilfe eine klare Gewinnstellung erreicht. Ich warnte ihn, daß Martin immer gefährlich ist und tatsächlich schaffte der es, mit seinen Türmen entscheidend in Tristans Stellung einzudringen.
Unser Edeljoker Brian erinnerte mich an die berühmte Fabel vom Esel und den zwei Heuhaufen (der Esel verhungerte, weil er nicht wußte, wo er fressen sollte). Brian hatte gegen Langenbein soviele Gewinnmöglichkeiten, konnte sich nie entscheiden und verlor ebenfalls.
Nicht besser erging es Maik gegen Rene Mägdefrau. Dessen Läuferpaar sah nach gar nichts aus, setzte Maik aber mit eigenartigen Zügen La6 (als Weißer) dermaßen zu, das es mich an das Adventslied der Mafia erinnerte (Advent, Advent ein Kaufhaus brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht die Mafia vor der Tür). Es waren aber keine Kaufhäuser, sondern Asbacher Bauern.
Gewohnt sicher Sebastian gegen Reinhold Schneider. Der jammerte zwar, daß Sebastian alles abtauschte, daß Jammern kam mir aber eher wie das Pfeifen im Walde vor ("wie sag ich es meinen Leuten, daß ich nur Remis will").
Uwe Ußfeller hatte Schwarz gegen HaJo Leyh, was ja nicht unbedingt Uwe's Lieblingsfarbe ist. Irgendwann kippte das Endspiel mit dem schwachen Ußfeller-Läufer gegen den starken-Leyh-Springer.
Bleibt der Berichterstatter. Da bei Benshausen die Bretter 1 und 2 (Lapp und Wilke) fehlten, saß mir Dr. Lüders gegenüber. Aus meiner persönlichen Sicht, der angenehmste Mensch in einer durchweg angenehmen Mannschaft (selbst das Ersatzspiellokal ist dort noch eine Reise wert, ebenso wie das "Haus am See" in Schleusingen, dem ich anschließend einen Besuch abstattete). Bei unserem letzten Aufeinandertreffen hatte er mich bös geleimt, ich sann auf Rache.
Ob wir "la variante de la chichigua" richtig gespielt haben, weiß ich nicht, HaJo Leyh hat sie sicher schon im Computer. Letztlich habe ich in einem wilden Gehacke sicher gewonnen, es war aber eine der Partien, wo ich auch im Falle einer Niederlage meine Freude gehabt hätte. Danke, Günter !
Nächstes Jahr, wenn Eisenach und Ruhla als Absteiger dazu kommen, wird es sicher schwerer. Von den Stammspielern kamen Mario und Kurt auf 75 % (leider zusamen nur 10 Partien), ich Tino und Sebastian auf 50 %. Maik notierte nach gutem Start bei "Minus-Eins", Dirk und Uwe Ußfeller an den Brettern zwei und drei (mehrfach eines höher) lagen bei ehrenwerten "Minus-Zwei", gewannen aber beide mindestens eine Partie.
Von den Ersatzspielern konnten sich Johannes K. aus M. (2 aus 3), Tristan W. aus H. und Brian S. aus B. (je 1 aus 2) für die neue Saison empfehlen.
Ansonsten wünscht ein "gut's Nächtle" Euer
Uwe