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13.03.2012 14:32:03
Tino Theer
Eine Hommage an den Schachsport
Bericht zur Th. Schulschachmeisterschaft 2012
Was für ein Wochenende! Was für eine Show! Samstag 62, Sonntag 107!!! 4-er Mannschaften aus nahezu allen Schulen des Freistaates. Diese Zahlen machen den Wahnsinn nur bedingt fassbar. Wahnsinnig schwer ist es auch nach diesen ganzen Eindrücken überhaupt „würdige“ Sätze zu Papier zu bringen.
Während bei den Grundschulen schon alles lange vorher klar war, Uwe kümmerte sich darum, musste ich mit „meinen“ Gymnasiasten bis zum Freitagabend zittern, dass wir 8 Mann zusammenbekommen und somit 2 Mannschaften bilden konnten. Schützenhilfe kam dabei aus Frankenheim, wo das Fußballspiel wetterbedingt abgesagt wurde und Tristan doch mit nach Erfurt konnte. Die gesamte Hinfahrt grübelten Marco und Ich dann über den Aufstellungen, denn nur Erik, Tristan und Kevin mussten WK 3 spielen, die anderen 5 konnten auch in die WK 4. Wir entschlossen uns letztlich zu Erik, Tristan, Jonathan (guter Blitzer) und Kevin, in dieser Reihenfolge. In der WK 4 gingen wir in der Besetzung Benno, Elias, Johannes und Max an den Start. Erwartungen hatte ich keine besonderen, da ich sonst nur bei den Grundschulen da war und ohne lebt es sich auch im Allgemeinen viel angenehmer. Unser „Psycho“ war übrigens Schiedsrichter an beiden Tagen und konnte sich damit reichlich durchfressen und amüsieren.
In der WK 3 lief es richtig gut und wird starteten mit 3 Siegen (4:0, 3:1, 3:1), was mich schon einigermaßen überraschte. Dann kam Hermsdorf und die bescherten uns gleich einen Audi! (Vier Nullen) Oje! dachte ich, jetzt ist es vorbei mit den einfacheren Gegnern. Wurscht! Wichtig war es nun sich den Rebound zu holen und das gelang bravurös mit 3:1 gegen Hermsdorf II. Anschließend wurde die Sensation durch einen 3:1 Sieg gegen H. Mann Gym Erfurt, sowie eine 4:0 Klatsche gegen das Ernestinum Gym Gotha perfekt gemacht. Da sich Hermsdorf ungeschlagen den Titel holte, blieb für uns „nur“ der 2. Platz! Einfach nur schön war auch die Art und Weise wie unsere Jungs gewonnen haben. Tristan war praktisch immer in Zeitnot und behielt immer die Nerven und erzielte einen wahnsinnigen Score von 6 aus 7 !!!! Stark! Bei Jonathan war es ähnlich, aber gerade auf seine blitzstärke setzten wird – 5 aus 7 sind ebenso stark. Kevin klagte seit Beginn an über Kopfschmerzen, was ich angesichts dieser „Bunkeratmosphäre“ auch irgendwie verstehen kann, spielte aber dennoch gut. Am Ende sind 4 aus 7 mit Kopfschmerzen einfach auch beachtlich. Souverän präsentierte sich auch der Teamcaptain Erik an Brett 1. Ruhig und besonnen schob er 5 von 7 Gegnern zusammen(gut 1 Freipunkt war dabei :-) ) und lobte Marco für sein Training was ihm „echt was gebracht hat“. Die beiden Niederlagen fuhr Erik mit Schwarz und seinem bisher geliebten Holländisch ein – ob diese Liebe nochmal erblühen wird? Kurzfazit: Hammergeile Teamleistung! Weiter so Jungs!
Unsere Mannschaft in der WK4 hatte einen schweren Stand, soviel war von Anfang an klar. Ohne Jonathan und Nils, geplant war ja eigentlich unser U12 Dreamteam, fehlten hier 2 wichtige Glieder. Faszinierend war am Ende das rein statistische Ergebnis von 7 Mannschaftspunkten und 14 Brettpunkten aus 7 Runden, eben genau dem stat. Mittelwert. 14 durch 7 ergibt aber eben nur ungefähr 2 wie ein diplomierter Hochschulreferent sagen würde. Dennoch war es am Ende Platz 11 unter 21 Mannschaften, aha 21 durch 2 ist 10,5 aufgerundet 11! Also genau in der Mitte und damit sind wir die Spitze der „Gauß’schen Glocke“ … Bim-Bam! Realistisch betrachtet geht das voll in Ordnung! Benno steuerte am Spitzenbrett 4 Zähler (bei einem Freipunkt) bei, wobei da auf jeden Fall mehr drin war. Elias an 2 kann mit 4,5 aus 7 richtig zufrieden mit sich sein, ich bin es jedenfalls. Johannes, der Erleuchtete, sagte mir im Vorfeld mehrmals, dass er ja jetzt gar nicht mehr schnell spielen könne, was ich allerdings für eine Fabel hielt. Er hatte allerdings Recht! Johannes ist wirklich zu einem langsam und gut Spieler gereift. Die 15 Minuten Bedenkzeit waren ihm zu kurz und was an den Nachbarbrettern geschah war eh viel interessanter für ihn. Seine numerische Ausbeutung überlasse ich den Rechenkünsten der Leser :-). Wie man das dann bildlich ausdrückt, in Audis – Olympia – gr. und kl. Rochaden etc, übrigens auch! Für mich der Hit war unser Max, der nach seinem Audi bei der TASI hier voll zu griff und seine Gegner um 5,5 Punkte leichter machte. Bravo!
Sonntagmorgen 8.30 Uhr in Breitungen, ein Clio startet seinen Motor, wer ist nicht da? Marco! 8.56 Uhr. Marco trifft endlich ein und es folgt ein 50-minütiger Sprint nach Erfurt. Wir betreten die Thüringenhalle – überall Menschen! Es dürften sicherlich an die 700 gewesen sein. Mit 107!!! Mannschaften wurde ein neuer Teilnehmerrekord unter den Grundschulen erzielt, es war einfach grandios. Das Schöne war, Uwe hatte alles organisiert, ich musste nur mein Schild, meinen Zettel und meinen Werrahaufen (GS „Thomas Müntzer“ Fambach 1) in Empfang nehmen und es konnte quasi losgehen. Da wir eine stattliche Zahl an Eltern dabei hatten, konnten wir auch 2 Tische an diesem Tag unser eigen nennen, was bei diesem Event absoluter Luxus ist.
Mein Haufen bestand aus Hannes Graf, David Reum, David Schmidt und Lennart Krech – alle bekannte Gesichter. Uwe verwaltete die Bauernkrieger mit Philipp Heimrich, Hannes Amstein, Colin, Sandro und First Lady Celine Wanderer. Auch an diesem Tag – Erwartungen? Was ist das? – Hauptsache die „Wänster“ haben ihren Spass und hauen ab und zu mal einen raus. So sah es nämlich auch in der Tat aus. Mein Haufen schärfte die Mistgabeln und erkämpfte sich in diesem wirklichen Hexenkessel 9 Mannschaftspunkte und 18,5 Brettpunkte in 7 spannenden Runden und das muss man erst mal schaffen! Respekt! Das hieß am Ende Rang 20 und damit eine Verbesserung um 11 Plätze zum Vorjahr. Spitze! Top-Punktelieferant war unser Lennart, der auf diverse Arten des Schäfermatts baute und 5 aus 7 holte. Klasse! Hannes, David und David bewegten sich ebenfalls im Bereich von 4 -5 Punkten, was in meinen Augen, für ein sehr ausgeglichenes Team steht und das ist klasse! Uwe’s Bauernkrieger erklommen am Ende Rang 76 und auch das ist gut, denn nur Philipp und Hannes hatten bereits etwas Wettkampferfahrung. Hannes A. war sowieso der Typ des Tages und sorgte für unsere allgemeine Erheiterung, indem er zum Beispiel am Brett „miaute“ oder aber auch die Hände zusammenpresste und „Bonsai“ rief. Ich habe selten ein Kind mit so einem sympathischen „Schaden“ gesehen :-). Ich glaube mit dem werden wir noch viel Freude haben. Außerdem hat er auch tadellos die Spielberichte für seine Mannschaft geführt. Chapeau!
Ja – Es war stressig – es war schön – es hat sich gelohnt! Nahmen wir in den letzten beiden Jahren mit nur 1 Mannschaften an den Th. SSM teil, so waren es in diesem Jahr „plötzlich“ vier! Schulschach ist und bleibt die beste Möglichkeit der Nachwuchsgewinnung und das hat man in Erfurt überdeutlich gesehen. Für uns war es einfach nur ein Traum, weil unsere Kinder, deren Eltern und wir Betreuer einfach perfekt harmoniert haben und das ist mehr wert wie Gold!
Titelbild: Unsere WK 3 Mannschaft mit Pokal: Erik, Kevin, Jonathan, Tristan
Bilder unten v.l.n.r.: (1) WK3, links, Erik, Tristan, Jonathan und Kevin (2) WK 4 von rechts Benno, Elias, Johannes, Max (3) WK4 Elias, Johannes, Max (4) Max mit schönem Läufermatt (5) Erik empfängt den Pokal vom Th. Schulschachreferent Klaus-Peter Krug (6) Unser Goldlöcken Johannes posiert mit dem Pokal (7) Grundschulen Gruppenfoto v.l.n.r. David R., Hannes, Sandro, Lennart, David S., Hannes, Collin (vorne), Philipp und Celine (8) Der Werrahaufen v.l. Hannes, David R., David S. und Lennart (9) vorne Lennart schaut am Spitzenbrett, im Hintergrund die Bauernkrieger (10) Die Bauernkrieger v.l. Celine, Collin, Hannes, Philipp

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